Viele Admins verbinden lokale Server über Azure Arc und nutzen anschließend den Azure Update Manager und fragen sich zu Recht: Wann genau fallen die ca. 5 € pro Server und Monat an?
Diese kleine wichtige Frage möchte ich mit diesem Artikel kurz beantworten.
Arc-Onboarding allein kostet nichts
Das reine Onboarding eines Servers zu Azure Arc (Installation des Connected Machine Agent und Sichtbarkeit im Azure-Portal) ist kostenlos. Der Arc-Control-Plane verursacht keine Gebühren.

Wann greift die Update-Manager-Gebühr?
Für Arc-fähige Server kostet Azure Update Manager aktuell rund 5 USD / ca. 4,80–5 € pro Server und Monat (tagesanteilig ca. 0,16 USD pro Tag).
Abgerechnet wird ein Server nur an den Tagen, an denen beide Bedingungen erfüllt sind:
- Der Server war an diesem Tag mindestens einmal im Status Connected.
- An diesem Tag wurde eine Update-Operation ausgelöst oder der Server ist einem Schedule zugeordnet:
- On-Demand-Assessment („Check for updates“)
- On-Demand-Patching („One-time update“)
- oder Zuordnung zu einem Maintenance Schedule / einer Update-Richtlinie
Es wird also tageweise und nicht nach der Dauer der eigentlichen Prüfung oder Installation abgerechnet.
Praktisches Beispiel: Sporadische Demos
Haben Sie ihre Server z. B. nicht in einen Schedule aufgenommen und starten nur gelegentlich manuell eine Update-Prüfung oder ein Update (z. B. für eine Demo), wwerden ausschließlich die einzelnen Tage berechnet, an denen Sie die Aktion tatsächlich ausgelöst haben.
Beispiel: Drei Demo-Tage im Monat = drei Tagesgebühren (rund 0,45–0,50 € pro Server).
Wichtige Hinweise
- Ein reines „Server erscheint im Update Manager“ erzeugt noch keine Kosten.
- Periodisches Assessment (alle 24 Stunden) oder die Zuweisung zu einem Schedule würde den Server an jedem „Connected“-Tag abrechnen.
- Ausnahmen (kostenlos): Extended Security Updates (ESU) über Arc, Defender for Servers Plan 2 oder bestimmte Windows Server Management Benefits (Software Assurance / pay-as-you-go).
Fazit
Azure Update Manager ist bei gezielter, manueller Nutzung sehr kostengünstig. Wer nur ab und zu prüft oder patched und keinen dauerhaften Schedule verwendet, zahlt wirklich nur für die Tage der tatsächlichen Nutzung. So behalten Sie die Kosten unter Kontrolle und können den Dienst trotzdem sinnvoll für Demos und gezielte Wartung einsetzen.
